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Am 12. Mai 2012, Tag des „Miteinander für Europa“ in 150 Städten Europas plädierte Wirtschafsprofessor Luigino Bruni1 bei der Abschlusskundgebung in Brüssel im Namen von 300 ökumenischen christlichen Bewegungen und Gemeinschaften für eine gemeinwohlorientierte Wirtschaft.
Europa ist der Kontinent, auf dem die Marktwirtschaft sich entfaltet hat. Dabei haben das Christentum und seine Charismen, allen voran das Mönchtum, einen entscheidenden Beitrag geleistet.
Heute steckt die Marktwirtschaft aus zwei Gründen in einer tiefen Krise: Zunächst vor allem durch das starke Übergewicht der Finanzspekulation gegenüber der Realwirtschaft. Tatsächlich ist das Finanzwesen in Ordnung, solange es in subsidiärem Verhältnis, im Dienst an der Realwirtschaft steht. Es wirkt aber gesellschaftsschädigend, wenn umgekehrt Güter und Dienstleistungen, vor allem die Umwelt und die arbeitende Bevölkerung von Spekulationsgeschäften in den Dienst gezwungen werden.
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Die Wirtschaft in Gemeinschaft (WiG) empfiehlt den Betrieben, die sich ihre Ziele und Wirtschaftskultur zu Eigen machen, die folgenden „Führungslinien eines Betriebes“. Sie entstanden aus dem Leben, aus Freud und Leid vieler Tausend Unternehmer und Mitarbeiter weltweit...
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