Schulden eintreiben in vier Zügen

Probleme mit nicht zahlenden Kunden? Ein WiG-Unternehmer findet „operative Lösungen“, rettet gute Geschäftsbeziehungen und kommt zu interessanten Erkenntnissen

Von Pietro Comper

Veröffentlicht in  "Economia di Comunione - una cultura nuova" n.37 - Juli 2013

N37 Pag5 Comper 01 rid„Mein Betrieb, die Tecnodoor sas in Isera/Trento entwirft und realisiert automatische und manuelle Schließanlagen für Industrie und Verbraucher. Seit 1991 gehören wir zur WiG und geben unserem Unternehmen eine entsprechende Prägung: echte Beziehungen, optimale Zusammenarbeit auf allen Ebenen, intern mit der Belegschaft und den Gesellschaftern, nach außen mit der Kundschaft.

In der aktuellen wirtschaftlichen Krisenphase traf es uns gerade dort, wo es um die gesunde Unternehmensentwicklung geht: bei den Krediten. Nach einer genauen Bewertung der Zahlungsausfälle beschlossen wir zwecks Bilanzausgleich gegenzusteuern und suchten nach neuen Strategien zum Eintreiben der Außenstände. Aber welche? Wir hatten in all den Jahren ehrliche Arbeit gemacht, vor allem hatten wir Vertrauensbeziehungen zu den Kunden aufgebaut. Wie sollten wir nun vorgehen, ohne die Beziehungen zu zerstören, obwohl wir sie um die Begleichung ihrer Schulden bitten mussten?

Eine Nacht konnte ich gar nicht schlafen und grübelte über alles Mögliche nach. Die eigentliche Frage war diese: Wie soll ein Unternehmer tun, der dem WiG-Projekt entsprechen will, um seine rechtmäßigen Ansprüche durchzusetzen? Welche grundlegenden Punkte wären festzuhalten, um nicht innerhalb der Leitplanken zu bleiben? Nach und nach werden mir einige Vorgehensweisen klar:

a) Schuldeneintreiben nicht als meine eigene Sache gestalten, sondern wie eine übernommene N37 Pag5 Comper 02 ridAufgabe;
b) nicht die guten Beziehungen zerstören, sondern sie verstärken;
c) alle Schwierigkeiten anhören in denen die andere Firma oder der andere Einzelkunde steckt;
d) die Probleme unseres Betriebes offen legen mit den Konsequenzen.

Nach dieser schlaflosen Nacht wollte ich dann das Ergebnis meiner Überlegung im Feld erproben. In einer möglichst von der schwierigen Aufgabe „losgelösten“ Haltung und in der Überzeugung, dass jeder Mitmensch – sei es ein Schuldner, ein Mitarbeiter oder ein Lieferant – ein „Bruder“ ist, habe ich angefangen jedem einzelnen zutiefst am Telefon zuzuhören oder ihn persönlich aufzusuchen. Das Ergebnis? Die Zahlungen gingen nach und nach vollständig ein, oder auch in Raten. Wie auch immer,- das Wichtigste ist, dass keine Beziehung abgebrochen oder verletzt wurde, im Gegenteil: Mit allen Kunden wurde das Vertrauen und die Achtung bestärkt.“

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