Die Gabe, mit „anderen“ Augen zu sehen

Erste Eindrücke von der Europäischen WiG Summer School in Abrigada/Lissabon „Towards a Bridging Economy“

Von unserem Korrespondenten Isaias Hernando

120911_Summer_Portogallo_01_ridDie Fokolare-Siedlung Arco-Iris, eingebettet in die schöne Hügellandschaft von Abrigada bei Lissabon ist heute festlich geschmückt zum Empfang der 75 meist jungen Teilnehmer der ersten Europäischen WiG-Summer-School.

An die Begrüßung durch die Veranstalter – die Katholische Universität Porto, die WiG-Kommission Portugal und die internationale WiG-Kommission – lernen sich die Teilnehmer durch eine kurze Selbstvorstellung kennen: junge Leute mit sehr unterschiedlichen Studiengraden und kulturellem Background artikulierten ihre persönlichen Ansprüche und Erwartungen gegenüber der Wirtschaft in Gemeinschaft. Anspruchsvolle Vorstellungen, denn wer Hunderte oder Tausende von Kilometern anreist, wer sich die Zeit frei gekämpft und Geld investiert hat, möchte so eine Gelegenheit auch optimal nutzen.

Noch viele hatten geplant zu kommen, doch wegen Visumsproblemen oder wegen der schwierigen politischen Lage in ihrem  120911_Summer_Portogallo_13_sala_ridHerkunftsland, konnten sie nicht dabei sein. Mit dem Vortrag von Luca Crivelli* ging es gleich an den Kern: „Armut, Entwicklung und Gegenseitigkeit“.

Prof. Crivelli vermittelte einen umfassenden und akzentuierten Blick auf die vielfältigen Aspekte der Armut – mit Zahlen, Auswirkungen und Untersuchungsergebnissen – und stellte die verschiedenen Lösungsvorschläge der herkömmlichen Entwicklungshilfe vor, die den „barmherzigen Samariter“ als Vorbild hat. Abschließend erläuterte er die besondere Vision von Armut und Entwicklung in der Theorie und Praxis der Wirtschaft in Gemeinschaft.

120911_Summer_Portogallo_04_ridZu den Aktiva von höchstem Wert für die Lösung des Elendsproblems gehört die Gabe der anderen Augen, der Blick einer „Kultur des Gebens“, durch die einige Menschen etwas sehen können, was andere übersehen:  „der verborgene Segen hinter einer Wunde“.

Nachmittags zeigten die Beiträge von Teresa Ganzon, von der philippinischen  Kabayan-Bank und John Mundell von Mundell & Associates (USA), letzterer Online in Videokonferenz, die praktische Seite dieser Jahre des Kampfes gegen die Armut: durch die Mikrokredit-Vergabe und den Gewinntransfer der Betriebe und ihrer Akteure, die die besondere Wirtschaftsvision der WiG schon praktizieren.

*Luca Crivelli, Prof. für Makroökonomie und Ökonomie des Gesundheitswesens an der Universität der Südschweiz in Lugano

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