Die Wirtschaft in Gemeinschaft im Herzen Boliviens

Erster Kongress der Unternehmer der Wirtschaft in Gemeinschaft vom 27. bis 30. Mai in Cochabamba mit 120 Teilnehmern. Auszüge aus dem „Reisetagebuch“ von Carolina Carbonell. Erfahrungen der Gemeinschaft.

Von Carolina Carbonell

veröffentlicht in Focolare.org

160529 Cochabamba01Cochabamba, drittgrößte Stadt Boliviens befindet sich im Herzen des Landes, in einer fruchtbaren Ebene, umgeben von der Gebirgskette der Anden. Die Reise dorthin bereitet mich darauf vor, meine persönlichen Berge zu besteigen, um von da dann den Sprung hinunter zu machen, meine Kultur, meine Denkkategorien, meine Vorurteile zurück zu lassen, sodass ich frei bin, um die Schönheit dieser Erfahrung aufzunehmen, wo jeder Geschenk für den anderen sein wird.“

Am Morgen des 26. Mai besuchen wir die antike Stadt, die geprägt ist von Tradition und Bildung. In ihr gibt es viele Abbildungen aus der Kolonialzeit, die in den zahlreichen Tempeln und großen Villen zu finden sind. Am Nachmittag besuchen wir die ‚Universidad Católica Boliviana San Pablo’ , wo wir uns mit 70 jungen 160529 Cochabamba04Studenten aus verschiedenen Fakultäten treffen. Nach theoretischen Abhandlungen folgen Erfahrungsberichte. Zuvor hatte Aldo Calliera eine Einführung in die Gruppendynamik gegeben, bei der er vorschlägt, den „Norden“ einzustellen, da – so sagt er – „die Welt den Kompass verloren hat“. Für die Wirtschaft in Gemeinschaft ist der Mitmensch der Norden des Kompass.“

Am 27. Mai beginnt der 1. Kongress der Unternehmer der Wirtschaft in Gemeinschaft, an dem ich teilnehmen kann. Ich beobachte, höre zu, um von einem außergewöhnlichen Event berichten zu können, der aus vielen Geschichten besteht, die sich alle um die Gemeinschaft drehen.“

«Ramón Cerviño, argentinischer Unternehmer begrüßt uns und erinnert daran, dass es darum geht, eine Erfahrung der Gemeinschaft zu machen, weil gerade sie der Reichtum der Wirtschaft in Gemeinschaft ist.

160529 Cochabamba03Das Programm lässt uns eindringen in die Wurzeln des Charismas der Einheit, um erneut den Ursprung der Wirtschaft in Gemeinschaft zu entdecken.

Dann besuchen wir das ‚Centro Rincón de Luz’, eine soziale Initiative, in der Kinder eines sehr armen Viertels schulische Unterstützung erhalten. Die Familien schaffen es nicht immer, den Kindern bei den Schulaufgaben zu helfen; mit vielen Personen leben sie in Hütten mit 2 oder 3 Zimmern. Sie erleben Gewalt und werde manchmal sogar geschlagen. …Maricruz, die auch zu diesen Kindern gehörte, ist jetzt eine der Leiterinnen. Es geht um Solidarität, die wiederum Solidarität hervor ruft. Der positive Kreislauf der Gegenseitigkeit ist der Schlüssel, um auf die konkreten sozialen Probleme einzugehen.“

„Wir besuchen auch das ‚Casa de los Niños” (Kinderhaus). Chiara Lubich äußerte einmal den Wunsch, 160529 Cochabamba05dass eines Tages alle Waisenhäuser geschlossen wären und jedes Kind die Wärme und Liebe der Familie spürte. Entsprechend diesem Wunschtraum haben sich viele wie Aristides an die Arbeit gemacht – wie und wo es möglich war – um die Familien der Kinder, die eine große Verlassenheit erleben, die Hiv-infiziert sind, wieder zusammenzuführen, Übergangslösungen für Wohnraum zu schaffen und in vielerlei Hinsicht zu unterstützen. In den letzten Jahren ist es gelungen, mit Hilfe vieler Menschen fast einhundert Familien eine würdige Wohnung zu vermitteln. Auch wenn viele Familien leiden, HIV positiv sind, leben sie jetzt in einer Siedlung, die schön ist und damit eine Hilfe sein kann, den schuldlosen Schmerz anzunehmen, Freude, Spiel, Blumen, Hoffnung zu erleben.“

160529 Cochabamba06„Bei dem Treffen mit Unternehmern aus Mexiko, Paraguay, Argentinien und Bolivien teilen wir unsere Träume, Niederlagen, Erfolge, Schwierigkeiten und Hoffnungen. Am 28. Mai findet im ‚Gran Hotel Cochabamba’ eine besondere Versammlung mit 120 Teilnehmern statt. Unter ihnen sind Unternehmer, Studenten, Dozenten, Funktionäre und Interessierte an einer ’neuen Kultur der Wirtschaft’. Am Sonntag, 29. Mai wird das 25 jährige Bestehen der Wirtschaft in Gemeinschaft mit Gesang, Tanz, typischen Speisen und großer Beteiligung gefeiert.

 

Danke, Bolivien, dafür, das ich ‚den Norden’ wieder entdecken durfte, wo es so scheint, als vermischten sich Himmel und Erde.“

Quelle: Website des Cono Sur

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