Junge Kreativ-Pools fördern und mit erfahrenen Businessprofis vernetzen

 Von Andrea Fleming

1602 Gruppi di lavoro„Inkubator“ ist das neue In-Wort der „Wirtschaft in Gemeinschaft“ - gemeint ist damit ein wachstumsförderndes Ambiente, das Jungunternehmer in ihrer Gründungsphase stärkt, schult und unterstützt und gleichzeitig einen lebendigen Austausch mit dem bestehenden Netzwerk von Unternehmern pflegt. So wird es anziehend für all die, die sich als Unternehmer für das Wohl der Menschen und der Gemeinschaft einsetzen wollen. Um Modelle für solche „Inkubatoren“ zu entwickeln und weltweit zu vernetzen, hatte das internationale WiG-Sekretariat Mitte März ins norditalienische Loppiano eingeladen.

Zum Workshop waren etwa 80 Vertreter aus 27 Länder angereist: von Afrika bis Korea, von Brasilien bis in die USA und aus nahezu allen europäischen Ländern waren Unternehmer und Mitarbeiter der WiG-Sekretariate und erfreulich viele junge Leute mit dabei! Ziel war, tragfähige Wege für die Zukunft der WiG zu finden und mit Blick auf das je eigene Land die Konditionen herausarbeiten, die auch jungen Interessierten und potentiellen „Neo-Unternehmern“ den Zugang in eine solidarische Wirtschaft, die die Armen und Bedürftigen im Blick hat, zu ermöglichen.

Auch drei Vertreter aus dem deutschsprachigen Raum waren bei dieser „Zukunftswerkstatt“ dabei: Gertraud Wachmann, Geschäftsführerin des Fokolar-Tagungshauses im schweizerischen Baar, Michael Zillekens, junger Unternehmer in Mannheim und Andrea Fleming, freie Journalistin in München.

Nach einem Rückblick auf die bisherige Entwicklung der WiG durch Luigino Bruni und Anouk Grevin gehörte zu einem fachlich soliden Workshop natürlich eine Aufnahme des 1602 Pionieri edc„Status Quo“ - hier war das der Blick und die Analyse der bereits bestehenden Inkubator-Projekte und Netzwerke und die aufmerksame Wahrnehmung von Möglichkeiten der Vernetzung und Zusammenarbeit. Florencia, eine junge Argentinierin, hat das gut strukturiert und anschaulich präsentiert.

Und dann ging es an die Arbeit in Gruppen nach Ländern oder sinnvoll kombinierten Kulturräumen. Die großen Gruppen aus Südamerika (vor allem Brasilien und Argentinien) sehen im Moment vor allem den Bedarf, ihre Gewerbeparks zu unterstützen und zu stärken, da sie hier ein großes Potential für zukünftige Schulungen und Platz für die Ansiedelung neuer Betriebe sehen. Auch in Afrika wünschen sich die Unternehmer, dass es an ein, zwei strategisch günstigen Orten (im Gespräch sind Kenia und die Elfenbeinküste) Knotenpunkte für Schulungen, gut aufbereitetes Material und ein funktionierendes Kommunikationsnetz gibt.

Die Länder im Osten und auch im Westen Europas sehen ebenfalls Bedarf an Schulung, gerade für junge Leute, die aus dem Bildungssystem in diese Richtung wenig mitbringen und auch in der Gesellschaft wenig geeigneten „Humus“ für unternehmerische Aktivitäten vorfinden.

Für unseren mitteleuropäischen Raum (vor allem Deutschland, Österreich und Schweiz) wurde deutlich, dass wir zum einen gern an einer guten Definition der Wirtschaft in Gemeinschaft, an den Kriterien für die Zugehörigkeit, an den Zugangsvoraussetzungen für interessierte Unternehmer arbeiten würden. „Ab wann bin ich denn ein 'WiG-Unternehmer', was qualifiziert mich, was sind die 'Minimalanforderungen', die ich erfüllen sollte?“ formulierte Michael Zillekens dazu seine Fragen.

1602 PresentazioniUnd gleichzeitig erfuhren wir im Austausch von einigen vielversprechenden Ideen, von unternehmerischen Projekten einiger junger Leute in der Neckar-Region rund um und in Mannheim: Das Unternehmen der Röser & Zillekens GmbH mit dem Vertrieb von Deko-Accessoires, die Bildungsinitiative Starkmacher e.V., das frisch gegründete Büro der Energie-Ingenieure „New Engineering“ und einige Unternehmensideen im „Embryostadium“, wie etwa eine Kaffeerösterei im Premium-Segment.

Im Raum steht die Frage, ob man vielleicht an einem Konzept für einen gemeinsamen Businesspark arbeiten könnte. Dann könnte es interessant sein, die Netzwerkpotentiale mit den bisherigen WiG-Unternehmen auszuloten und zu aktivieren und Augen und Ohren offen zu halten, um auch anderen möglichen Jung-Unternehmern Zugang zu diesem kreativen Pool zu ermöglichen.

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