Die europäische Wirtschaft braucht die Charismen

Vom 6.-8. März treffen sich in Loppiano im Gewerbepark Lionello Bonfanti katholische und evangelische Bewegungen vom Netzwerk „Miteinander für Europa“ zu einem Kongress unter dem Thema: „Auf dem Weg zu einer Wirtschaft des Gemeinwohls“. Die Stimme der Gratuität.

Von Redazioneweb

Veröffentlicht in Focolare.org am 16/1/2014

Logo T4E LoppianoEuropa kämpft weiterhin mit einer wirtschaftlichen Ungewissheit, die Unternehmen, Politiker und einfache Bürger vor große Herausforderungen stellt. Bei der Veranstaltung in Loppiano bei Florenz stellen sich christliche Wirtschaftler und Unternehmer miteinander diesen Herausforderungen.

Bis jetzt hat Europa nur mit der Stimme der Institutionen gesprochenbetont Prof. Luigino Bruni. Wir träumen davon, dass in den Wirtschaftsministerien Franziskaner arbeiten, Fokolare, Menschen, die sich für die Ärmsten der Gesellschaft entschieden haben…Wir brauchen die Stimme der Gratuität. In den letzten Jahrzehnten sind diese Stimmen des Gebens, des kostenlosen Gebens immer mehr verstummt. Eine seelenlose Wirtschaft, ohne Charismen, die auch die Armen mit einbeziehen, hat keine Zukunft. Was haben christliche Bewegungen heute zur Wirtschaft zu sagen? Wir haben den Weg des „Miteinander für Europa” zusammen mit Chiara Lubich zu Beginn dieses Jahrtausends begonnen. Nachdem wir 15 Jahre Zeit hatten, uns kennenzulernen und gemeinsam zu agieren, scheint uns jetzt der Zeitpunkt gekommen zu sein, dass wir miteinander für eine andere Wirtschaftsform eintreten, für eine andere Politik, dass wir dazu etwas sagen.“

Die Initiative zu diesem Kongress entstand 2012 in München, während einer Begegnung des Netzwerkes „Miteinander für Europa“ (Togethter for Europe). Wirtschaftsfachleute aus verschiedenen Kirchen und verschiedenen Ländern haben den Kongress vereinbart, um einen eigenen Beitrag zu Wirtschaftsfragen zu geben, ausgehend von den verschiedenen Charismen.

Das Programm sieht viel Raum vor, um sich mit den Zeichen der Zeit auseinanderzusetzen und die eigenen Erfahrungen auszutauschen. Es ist ein Podiumsgespräch vorgesehen zu einer Wirtschaft des Teilens und einer „Kultur des Gebens”. Auch ein konkreter Arbeitseinsatz ist geplant, damit man auch mit den Händen arbeitet und nicht nur mit dem Kopf in der landwirtschaftlichen Genossenschaft „Fattoria Loppiano Prima” sowie ein künstlerischer Workshop mit der internationalen Musikgruppe „Gen Verde“. „Auf dem Weg zu einer Wirtschaft des Gemeinwohls“ ist der Titel der Veranstaltung, die sich in drei Themenreiche aufgliedert: Armut, Unternehmen und Institutionen. Auch eine Ausstellung ist geplant mit den Produkten der teilnehmenden Unternehmen.

Nicht nur Banken und Finanzmärkte so Luigino Bruni – sollen zur Rechenschaft gezogen werden, sondern Beiträge von der Basis sollen gehört werden, Solidaritätsaktionen, die denen Stimme geben, die keine haben. Wir wollen uns gemeinsam auf den Weg machen mit den Bewegungen Johannes XXIII, Schönstatt, Fokolare, Ymca und Vineyard, um zu hören, was diese Charismen der Wirtschaft heute zu sagen haben.“ Ziel ist es, Europa eine Perspektive zu geben, ausgehend von einer Wirtschaft, die durch Gegenseitigkeit gekennzeichnet ist, durch Geben und nicht nur durch Interessen und Profitdenken. Eine Wirtschaft, die aus der Zivilgesellschaft kommt, aus den Genossenschaften, aus dem Sozialwesen.

Das wirtschaftliche Europa – so erklärt Prof. Bruni – haben auch die Charismen eines Benedikt, eines Dominikus, eines Franziskus bestimmt, ganz zu schweigen von den sozialen Charismen, die Schulen und Krankenghäuser erfunden haben, parallel zur Handelswirtschaft, die mit den ersten Unternehmen und Händlern begann. Das neue Europa, das aus dieser Krise hervorgehen wird, braucht, um ein gutes Europa zu sein, auch heute den Beitrag der Charismen, moderner Charismen, die die Sprache der Wirtschaft kennen. Das Leben der christlichen Bewegungen in Europa hat ganz gewiss zur Wirtschaft etwas zu sagen, etwas anderes als die europäische Zentralbank. Wir werden ganz sacht anfangen, aber unser Ziel ist es, nach Brüssel zu gehen und dort den Institutionen unseren spezifischen Beitrag anzubieten.“

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