Entwicklung und Armut – in Suche nach einem neuen Paradigma

Logo_Brasile_2011_rid2Während der weltweiten Wirtschaft in Gemeinschaft Konferenz, Mai 27,2011 in Sao Paolo, Mariapoli Ginetta

Von Lorna Gold, Trócaire, Ireland

110527_Ginetta_Lorna01_ridVor kurzem war ich auf einer Konferenz in Dublin und es ging um die Auswirkungen des Klimawandels. Eine Frau von einer Insel im Pazifik berichtete klar und deutlich wie der Klimawandel ihre Gemeinschaft verändert hat.
Wegen des erhöhten Seespiegels ist eine ihrer Insel schon in 2 Hälften getrennt worden und die Gemeinde war gezwungen auf eine größere Insel umzuziehen um dem Meer zu entrinnen. Keiner will weg von seinem zu Hause und keiner versteht was vor sich geht und was mit ihren Inseln passiert. Man schätzt, dass es in etwa 10 Jahren diese Inseln nicht mehr geben wird.

Dieses Beispiel brachte zu mir nach Hause das ganze Ausmaß der globalen Krise, der wir ausgesetzt sind in Hinblick auf Armut und Entwicklung.
Es ist eine Krise, die man so definieren könnte: „Umwelterhaltung“ – aber letztendlich ist es eine menschliche Krise: eine Krise die viele Seiten hat. Sie zwingt uns alle radikal umzudenken und die Konzepte zu verstehen: unser Verstehen von Armut, Entwicklung und Wirtschaft.
Es ist eine Krise, wo es bedeutet, wenn wir nicht radikal umdenken, auch in Hinblick auf die Direktion der Jahrhundert Entwicklung Ziele von 2015, dann werden wir diese Ziele nicht erfüllen und die nächsten 10 Jahre konnten ein tiefes Umkehren bedeuten was die Fortschritte der menschlichen Entwicklung anbetrifft.

Globale Richtungsweiser

In einer kürzlich zusammengestellten wissenschaftlichen Arbeit „Suchen am Horizont“ (Horizon scanning), das Trocaire durchgeführt hat, befragte man 100 Experten weltweit, was sie dachten die größten Herausforderungen wären, in Hinblick auf Entwicklung und Armut und was getan werden sollte um diese Herausforderungen anzugehen.

1. Der Klimawandel

Diese wissenschaftliche Arbeit zeigte, dass der Klimawandel längst nicht mehr als ein Entwicklungsprojekt betrachtet werden kann, sondern, dass er das wichtigste Ringglied ist, durch das die ganze Entwicklung beeinflusst wird. Diejenigen, die in Armut leben, sind außergewöhnlich hart vom Klimawandel betroffen und am wenigsten fähig sich dem anzupassen. Länder, wo es sehr viel Armut gibt, können weniger damit fertig werden, weil sie wenig Infrastruktur besitzen und schwache Regierungen.
Bei 2020 werden zwischen 75 und 250 Millionen Menschen in Afrika unter akutem Wassermangel leiden und in Ländern wo Menschen von Regenanbau leben, dies könnte um 50% weniger geworden sein.
Es wird noch größere menschliche Krisengebiete geben, wie es immer größere Immigrationsströme geben wird, Unsicherheit und Konflikt. Das zentrale Problem wird sein globale Abkommen zu schließen was Anpassung und Linderung anbetrifft und auch Wirtschaftsmechanismen.

2. Die wechselnde geographische Politik (Geopolitik)

Der zweite Richtungsweiser, der die globale Armut und Entwicklung formen wird, ist das sich verändernde weltweite Machtverhältnis. Die G 8 haben die G20 ersetzt als eine de facto Form, um die globale Wirtschaft zu bestimmen.
Wir könnten uns nun in eine „multilaterale“ oder „G 2“ Direktion begeben, wo die USA und China dann verantwortlich wären für alle globalen Abkommen.
Im Augenblick halten die BRICs zusammengefasst ein GDP das 15% der Weltausgaben entspricht, und deren Zentralbanken sitzen auf 40 % der festen Weltwährungs Reserven. Die Wachstums Indikatoren der BRICs deuten an, dass sie zusammen einen Anteil was die G7s hätten zusammen gebracht in Hinblick auf das GDP bei den Jahren 2040 – 2050. Die wissenschaftliche Arbeit deutet darauf hin, dass die wachsende Kraft der BRICs das Entwicklungsmodel zwingen wird sich zu ändern, aber nicht notwendiger weise zu einem Model, das mehr Erhaltung bringen wird in der Zukunft. Die neuen herankommenden Länder scheinen auf ein Entwicklungsmodel zu setzen „no-nonsense“, wo man die Hardware (Maschinenausrüstung) zuerst baut, sich dann aber um die sozialen Auswirkungen erst später bemüht.

3. Die veränderte Demographie

Der dritte Trendweiser zeigt, dass dramatische Veränderungen in Gange sind, was die globale Weltbevölkerung anbetrifft. Bevölkerungswachstum, Einwanderung und Verstädterung nehmen immer größere Bedeutung an.
In der Sub-Sahara in Afrika, wird sich die  Bevölkerung bei 2050 verdoppelt haben, die Weltbevölkerung schätzt man wird um ein Drittel angestiegen sein bei 2050, zu 9,2 Billionen und was von Bedeutung ist, dieses Wachstum wird nicht uniform überall passieren.
Man schätzt, dass die gleichbleibenden Bevölkerungen des Nordens sehr viel älter sein wird, und in Kontrast stehen wird zu den immer mehr wachsenden Bevölkerungen des Südens. Von den geschätzten 2,3 Billionen zusätzlicher Bevölkerung zwischen jetzt und 2050, werden 2,25 Billionen dem Süd Teil der Erde angehören.
In 2008, lebte zum ersten Mal die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten und bei 2050 werden es 70% der Weltbevölkerung sein. Auswanderung wird auch in Verbindung gesehen mit den besseren Bedingungen, wie erhöhte Gehälter, aber es wird auch damit zusammenhängen, was man den „Wissens Abzug“ nennt („brain drain“).

4. Der Druck auf die Bodenschätze.

Ein anderer sehr kritischer Trend ist mit all dem schon erwähnten verbunden, und zwar der Druck auf die Wasservorräte, auf Nahrungsmittel, Luft und Energie, was die kommenden 10 Jahre anbetrifft.
Die Gegenwart von Bodenschätzen in den Ländern, die schwache Regierungen besitzen, bedeutet, dass es viele weitere Konflikte deswegen geben wird. Das Problem ist noch verstärkt worden durch die sogenannten „neuen Industrien“, wie bio-Energie, die aber die UmweltKrise beseitigen möchten. Der Druck nach Bodenschätzen wird zunehmen, und der Zugang und die Kontrolle dieser Bodenschätze wird zentral werden was die geographische Politik anbetrifft.
Die Afrikanischen Länder werden besonders davon betroffen sein. Diese nächsten 10 Jahre wird es geschehen dass man mehr und mehr in Landsuche gehen wird. Der Bedarf an Land ist im Wachsen, vor allem seit der Nahrungsmittel Krise in 2008.  Dieses „Land an sich reißen“ wird an der Tagesordnung stehen und nicht nur dies: die industrialisierten Ländern werden mehr und mehr Land mieten von den aufsteigenden Bevölkerungen. Das bringt uns zu vielen ethischen Fragen und Streitfragen und es wird immer problematischer werden.

5. Die wachsende Ungleichheit

Und zuletzt, das Bestehen von weltweiter, regionaler und nationaler Ungleichheit, wird eines der größten Streitfragen sein in den nächsten 10 Jahren.
Größere Bedeutung wird der wachsenden Ungleichheit in den einzelnen Ländern gegeben werden.
Es kann bis zum 3fachen an wirtschaftlichem Wachstum benötigen um in Ländern wo es große Ungleichheit gibt, dort die Armut zu verringern, im Vergleich zu Ländern wo es geringere Ungleichheiten gibt.
Die Beziehung zwischen Wirtschaftswachstum und Ungleichheit ist sehr komplex.  Viele Länder, die heute zu den Ländern gehören deren Einkommen in der Mitte liegt, haben jedoch eine geringere Möglichkeit an Entwicklungsgelder heranzukommen, obwohl ein großer Prozentsatz ihrer Bevölkerung in Armut lebt.
Weltweite Ungleichheit scheint sich häufig nur auf den Überverbrauch des Nordens zu konzentrieren, als auf die Armut der Südstaaten.
Bessere politische Führung auf Weltebene, vor allem was den Handel anbetrifft, wird notwendig sein, damit diese weltweiten Ungleichheiten angegangen werden können.
Das Wirtschaftssystem muss reformiert werden, aber seitdem die „Doha“ Runde abgebrochen wurde ist kein weiterer Fortschritt gemacht worden.
Die Probleme im Zusammenhang mit der Ungleichheit werden wachsen, vor allem in den Ländern, die jetzt noch zu den Mittle Einkommensländern gehören. Wenn ein Land zu diesen Ländern gezählt wird, dann trocknen die Hilfsmittel= Gelder ab und die Entwicklung Agenturen werden sich mehr und mehr vor einem Dilemma finden: was sollte unsere Beziehung zu diesen Ländern sein?

Eine unangemessene Antwort

Was von dieser Befragung hervorsteht ist der starke Eindruck, dass alle diese Trends sehr tief miteinander verbunden sind und sich auch gegenseitig bestätigen.
Sie deuten auch darauf hin, dass die Modelle, die diesen Bedürfnissen unterliegen sei es von ihren Konzepten, als auch in der Praxis wie die Entwicklung  im Augenblick verstanden und ausgeführt wird.
Auf der einen Seite versucht man Armut auf der lokalen Ebene zu bekämpfen. Aber ohne eine Änderung im übergewölbten Model der Globalisierung und den Erwartungen, die damit verbunden sind, werden diese lokalen Bemühungen, so gut sie auch sind, und so sehr sie uns inspirieren, in Gefahr geraten.
Es gibt eine ernste Möglichkeit, dass die Jahrtausend Entwicklung Ziele von 2015 nicht erreicht werden, sondern dass bei 2020 – auf Grund von ineinandergreifenden Tendenzen, sie sich sogar in die Rückwärtsrichtung bewegen werden.

Dieser Befragung zeigt sehr deutlich, was unsere Aussichten sind in Hinblick auf die großen Unterschiede in der weltweiten Richtung in den nächsten 10 Jahren. Das herankommen der Mitte Einkommen Länder und damit zu neuer Kraft kommende, wird eine größter Kluft hervorbringen, was die Weltpolitik anbetrifft.
In einigen Ländern gibt es schon Bewegungen wo man nach größerer Sozial und Umwelterhaltung ruft – und man weiß, dass dies wichtig ist für eine Zukunft. In anderen Ländern stattdessen, verbreitet sich das Gefühl, dass dies eigentlich zweitrangig ist zu den vom Konsum ausgerichteten Zielen einer wachsenden Wirtschaft.

Es gibt keine einfachen Lösungen zu diesen weltweiten Problemen, die wir vorher beschrieben haben und man sollte nicht in ein „übervereinfachtes Gegen  die Entwicklung“ Model Denkweise verfallen.
Unsere größte Herausforderung, wie wir dies angehen können ist, wie man unterscheiden kann zwischen den negativen Auswirkungen einer Konsum orientierten Wirtschaft, wo man auch die positiven Auswirkungen nicht zur Seite schieben möchte, die diese Entwicklung mit sich bringen kann.
Zum Beispiel, in den sogenannten entwickelten Ländern, hat der technische Fortschritt sicher Verbesserungen mit sich gebracht was auch die menschlichen Bedürfnisse anbetrifft: Zugang zu medizinischer Versorgung, Unterkunft in Häusern, bessere Versorgung und Nahrung. Dies zeigt auch der Entwicklungsstandard in diesen Ländern.
Wenn wir aber die negativen Umwelt und sozialen Auswirkungen betrachten, die dieser Konsum mit sich gebracht hat, ist es wichtig nicht zu romantisieren diese Wirtschafts- und politische Macht, die mehr als 2 Billionen Menschen zwingt in äußerster Armut zu leben.

In Suche nach einem neuen Paradigma

Es wird mehr und mehr anerkannt, dass neue Konzepte notwendig sind, wenn wir uns auf eine sozialere und Umweltfreundlichere Zukunft zubewegen möchten.
Die Tatsache dass vor kurzem 1000 Ökonomisten eine Bittschrift unterschrieben haben, gerichtet an die G20, für das Aufstellen einer Tobin Steuer, ist ein Zeichen, das sich etwas bewegt.
Andere wichtige Konzepte kommen zum Vorschein, die uns den Weg zeigen könnten zu diesem neuen Paradigma= Model. Diese Konzepte enthalten die Ideen wie: globale öffentliche Güter, verstaatlichte Wirtschaft und die Wirtschaft des Überfluss.

So in wie fern hilft uns die WiG eine Lösung zu finden zu all diesen miteinander verbundenen Problemen?
Um dies zu beantworten, müssen wir wegtreten von dem traditionellen Wirtschaftsmodel und unseren Geist öffnen für ein ganz neues Wörterbuch. Es ist ein Wörterbuch – das komisch erscheinen mag – aber es war der große Wissenschaftler Albert Einstein, der sagte, wenn wir irgendein großes Problem der Welt lösen möchte, müssen wir uns auf eine höhere Ebene des Denkens begeben.
Somit möchte ich kurz auf drei Worte eingehen, die für mich die Essenz der WiG darstellen:  aus diesen ersten 20 Jahren heraus, und wie sie für uns ein Licht sein können, für die schwierige Zeiten der Globalisierung.
Die Worte sind : Glaube, Hoffnung und Liebe.

Was hat der Glaube mit der WiG zu tun?
In den letzten 20 Jahren haben wir lange und hart darüber nachgedacht über die Beziehung zwischen WiG und ihren „Glaubens Wurzeln“. An einem bestimmten Punkt haben wir angefangen die WiG in der Sprache eines Laien zu erklären. Aber das ist sehr schwierig! Der Grund dafür ist,  dass auf der grundlegenden Ebene uns die WiG keine Vision der Wirtschaft oder Globalisierung bietet – sondern eine neue Sichtweise der menschlichen Person in ihrer multi-dimensionalen Wirklichkeit, was auch die wirtschaftlichen Beziehungen mit einschließt.
Es ist nicht überraschend, dass in dem ersten Buch, dass über die WiG geschrieben wurde, zurück in den Mitte der 90ziger Jahren, es den Titel hatte: „ auf eine multidimensionale Wirtschaft zu“.
Es ist die dreifaltige Sichtweise der menschlichen Person, geformt durch einen tiefen Glauben an das Evangelium, die der WiG ihren besonderen Charakter gibt. Es ist das DNA des Projektes. Jetzt, wo dieses Projekt gereift ist, ist die Glaubens Dimension sichtbarer geworden als am Anfang.
Es ist die solide Basis, die viele andere Verhaltens Regeln nicht haben.

In der heutigen Welt präsentieren sich Glaube und die WiG nicht als etwas Grundlegendes oder exklusives.
Den Glauben zu bekennen weil dies die Basis der WiG ist, ist ein Sprungbrett zu einem tiefen Dialoge der sich auf die Suche macht nach Werten, die wir alle teilen. Es ist ein Sprungbrett für die, die in vorderster Front stehen, um Brücken zu bauen zu denen, die guten Willens sind, aber gleichzeitig wahrhaftig und treu zu bleiben zu diesem Projekt. In unserer globalisierten Welt hat die Glaubensebene - heute mehr denn je - eine tiefe Bedeutung angenommen, weil sie gespalten ist durch religiöse Uneinigkeit.

Das zweite Wort über das ich sprechen möchte ist: Hoffnung
Das Bestehen und die Spannkraft der Wag geben uns Hoffnung, dass ein anderer Weg möglich ist. Eine der gewöhnlichen Reaktionen auf die Herausforderungen, die wir vor uns haben ist generell eine Haltung  von tiefer Verzweiflung und das Resultat ist dann: man fällt zurück in die alten Gewohnheiten und „es ist Geschäft wie immer“. (business as usual). Weil die WiG eine Gemeinschaftserfahrung ist, gibt sie uns Hoffnung.
Es ist eine Hoffnung, die tiefe Wurzeln hat und sie gibt uns die Kraft die Hindernisse zu überwinden.
Es ist eine Hoffnung, die nicht abhängig davon ist, ob einzelne wirtschaftliche Unternehmungen erfolgreich sind oder nicht zustande kommen. Es hat damit zu tun, das man Teil eines größeren Projektes ist. Diese tiefe Hoffnung hat ihren Ausdruck in den vielfältigen Erfahrungen derer, die tagtäglich engagiert sind in der WiG: ob es sich um die Hilfe handelt, die sie geben um das Leben derer, die in Armut leben zu verändern (durch die Hilfe die von den Profiten der Firmen kommt) oder ob es die Reaktion der Kunden ist auf ein neues Produkt. Die Hoffnung hilft auch große Schwierigkeiten zu überwinden.

Die WiG ist vor allem eine Idee des 21igsten Jahrhunderts. Ich möchte fast sagen: sie wird erst jetzt erwachsen. Man sagt dass dies die Zeit ist für die Macht der Menschen im Kontrast zur Macht von Organisationen.
Die WiG ist keine Organisation in dem Sinne, - sie ist eine Gemeinschaft von Menschen, die zusammen etwas von Bedeutung bauen und teilen. Wir sollten nicht die verändernde Kraft der Hoffnung unterschätzen! Nur Hoffnung kann einen politischen Willen hervorrufen um große notwendige Veränderungen in den Regeln zu bewirken und unhaltbare  ökonomische Formen zu verhindern.

Und nun zum letzten Wort: Liebe
Von den Anfängen der Wirtschaft in Gemeinschaft wurde sie auch öfter als „Wirtschaft in Liebe“ bezeichnet.
Es ist ein Wort, das sehr unbequem zu passen scheint in die Fachsprache der Wirtschaft, aber es ist sie, die wirklich das Herz dieses Projektes ist und ohne sie macht dieses Projekt keinen Sinn.
Ohne Liebe wäre die WiG überhaupt nicht entstanden! So wie kann Liebe nun eine Antwort geben zu all diesen sehr großen Problemen, die ich vorher erwähnt habe?
In den letzten 20 Jahren hat die WiG gezeigt, dass wenn man zur Wirtschaft in Liebe gehört, dies eine Explosion von neuen Wegen des Denkens und Verhaltens in der Wirtschaftswelt bewirkt.
Es hat neue Konzept Bereiche eröffnet, die lange in Vergessenheit geraten waren( oder besser, die immer da waren, aber niemals die Chance hatte herauszukommen).  Denkweisen wie: Glücklich sein, Unentgeltlichkeit, Solidarität und Teilen gehören zum Herzbereich dieser neuen Denkweise welche dann die Wirtschaft bereichert und die Kraft hat auch die existierenden Regeln der Wirtschaft zu verwandeln.

Ins Besondere die Gewohnheit zu teilen( wir wissen dies bedeutet Gemeinschaft im tiefsten Sinne) hat die Fähigkeit die Wirtschaft radikal zu verändern. Unser ganzes wirtschaftliches System ist nach der Idee von privatem Eigentum ausgerichtet und der Mangel an begrenzten Bodenschätzen. Die Tatsache dass man etwas als „mein Eigentum“ bezeichnet, schließt den Anderen aus. Wir wissen aber aus Erfahrung, dass die WiG – verankert in lebendigen Gemeinschaften – das die „begrenzte“ Natur der Bodenschätze eigentlich nur in unseren Köpfen existiert.
Chiara Lubich sagte eines Tages: „warum kann Dein Gut und Mein Gut nicht Unser Gut werden?“
Es ist ein einfacher Gedanke, aber er wird jeden Tag gelebt in der WiG und er hat die Kraft Millionen von Menschen aus der Armut zu erheben. Wenn man beginnt an die Bodenschätze zu denken als eine Sache, die frei geteilt werden kann mit anderen, „das man sie zusammen benützen kann“, scheinen sie sich zu vervielfältigen.
Nicht nur das, auch die Kraft des Teilens hat das Potential viele Umweltprobleme zu lösen da wo sie verbunden ist mit der grundlegenden Auffassung, dass der individuelle Konsum vermehrt werden solle.

Zusammenfassung

In diesem Bericht habe ich versucht einen Überblick zu geben auf die Probleme denen wir durch die Globalisation ausgesetzt sind. Zusammengefasst sehen wir das das Bild, das dieser Forschungsauftrag uns zeigt, ist sehr negativ. Es scheint in vieler Hinsicht, dass trotz des Fortschritts in der gegenwärtigen Krise sich die Probleme noch intensiviert haben, vor allem die, die von der Kommission für die haltbare Entwicklung während des Welt Kongresses in Rio in 1992 ausgelegt wurden.

Wo wir vor dieser Krise stehen kann uns die WiG eine große Hoffnung für die Zukunft geben.
In den letzten 20 Jahren wurden die Grundsteine dieses Projektes gelegt und wir sehen nun, in aller Klarheit, dass die anderen Wirtschaftsmodelle zu einem Ende kommen werden.
Wie der Fall der Berliner Mauer in 1989, wird die jetzige Wirtschaftskrise den Weg öffnen für andere Modelle und wie St.Paul sagt: „ Nur diese drei Dinge werden bleiben: Glaube, Hoffnung und Liebe. Und der größte unter diesen ist die Liebe.“








Diese Website verwendet Cookies, auch von Drittanbietern, um die Nutzung zu erleichtern. Wenn Sie diesen Hinweis schließen, stimmen Sie der Verwendung der Cookies zu.