Wig - Wirtschaft in Gemeinschaft - ein neuer Stil wirtschaftlichen Handelns

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Konferenzen, Tagungen, Call for Papers...

 

published in focolare.org  on 14/03/2013

Gemeinsam mit der ganzen Kirche freue ich mich sehr über diesen Moment, der die Lebendigkeit der Kirche und die Frische des Heiligen Geistes zeigt, der immer eine Art und Weise findet uns zu überraschen.

Außer der Überraschung – denn er war sicher nicht unter den Kardinälen, die man favorisiert hatte – ist es eine Freude, daran zu denken, dass es sich hier auch um ein Zeichen von etwas Neuem für die Kirche von heute handelt, die nach meiner Meinung einen besonderen Moment erlebt. Es begann mit der Ankündigung des Rücktritts vom Amt des Bischofs von Rom durch Benedikt XVI. und es folgte dieser neue Papst, der ein außergewöhnliches Echo in der ganzen Welt hervorgerufen hat.

Interview mit zwei Doktorandinnen der Universität Sophia, die die Wirkung der WiG-Projekte auf Armut untersuchen, nach ihrer Rückkehr von der WiG-Schulung in Serbien

 Von Antonella Ferrucci

130204-10_Serbia_05_rid2Cristina Viano (aus Turin) und Jena Debbaneh (aus Syrien) war das im vorigen Jahr ausgeschriebene  AIEC-Stipendium zuerkannt worden, um den Einfluss von WiG-Initiativen auf Armut zu erforschen. Seit letzten September studierten beide an der Universität Sophia in Loppiano und sind jetzt für einige Zeit in Rocca di Papa in der Internationalen WiG-Kommission. Sie bringen ihre Arbeit in der Zusammenarbeit mit der Kommission und mit der gemeinnützigen Hilfsorganisation AMU. weiter voran. Anfang Februar nahmen Cristina und Jena an einer WiG-Schulung in Serbien teil.

Was brachte euch diese Erfahrung für eure Arbeit?

Chancen und Herausforderungen mit neuen Wirtschaftsaktivitäten gegen die Armut

Von Cristina Viano und Leo Andringa

130204-10_Serbia_02_ridEine wahre WiG-Mission fand Anfang Februar in den serbischen Regionen Wojwodina und Belgrad statt. Ziel der Mission: Unternehmer und in die WiG einbezogene Familien näher kennenzulernen. Die Besucherdelegation bestand aus Rudi und Minka Fabian (WiG-Verantw. Südosteuropa), Leo Andringa (WiG-Zentralkommission) mit Frau Anneke, Marta Pancheva (Bulgarien, - sie schrieb ihre Doktorarbeit am Univ.-Institut Sophia UIS /Loppiano über „Der Markt: Zwischen sozialer Ausgrenzung und produktiver Inklusion“),- dann Jenah Debbaneh (Syrien) und Cristina Viano (Italien) - die beiden Jungforscherinnen am UIS untersuchen die Wirkungen von WiG-Initiativen auf die Armut,- sowie Santa Molè, (Italien), verantwortlich für Entwicklungszusammenarbeit der ital. Botschaft in Belgrad und interessiert an einer Vertiefung ihrer WiG-Kenntnisse und der zugrundeliegenden Kultur des Gebens.

Ein Nachmittag unter dem Motto „Wirtschaftsstil des Gebens“

Von Elisabeth Simoen

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Im Zeichen der Wirtschaft in Gemeinschaft stand der 5. Februar 2013 für 320 Studenten des Abschlussjahrgangs der Kath. Thomas-Morus-Hochschule für Managment in Malle (belgische Region Kempen). „Kann die gegenwärtige Krise uns kalt lassen?“ Von dieser Frage ausgehend wurde übergeleitet zu den Erfahrungen über den Beginn der Fokolar-Bewegung,- in der später die WiG entstand,- in einer weit größeren Krise, dem 2. Weltkrieg: Chiara Lubich und ihre Begleiterinnen entschieden sich damals radikal nach dem Evangelium zu leben und jeden Nächsten zu lieben, vor allem die Ärmsten: in gleicher Weise lasse sich heute die Krise bewältigen, wenn wir gemeinsam verstehen, wie wir eine Plattform für eine gerechtere Wirtschaft schaffen können.

Botschaft von Maria Voce im Namen der Fokolar-Bewegung

Quelle: SIF – Informationsdienst der Fokolar-Bewegung

Benedetto_XVI_Maria_Voce_ridAuf die Nachricht Papst Benedikts XVI. über seinen Rücktritt vom Petrusamt als Bischof von Rom zeigte sich Maria Voce, Präsidentin der Fokolar-Bewegung tief getroffen und übersandte dem Pontifex eine Botschaft voller Mitgefühl und Dank: „Die Fokolar-Bewegung steht zu Ihnen, bewegt und voller Dankbarkeit für all die väterliche Liebe, durch die wir uns stets begleitet und unterstützt fühlten.“

"Mit Werten in Führung gehen" – WiG-Teilnehmer nutzten Gelegenheit zur Vernetzung beim 8. Kongress christlicher Führungskräfte.

Von Winfried Baetz-Braunias

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3200 christlich engagierte Unternehmer, Geschäftsführer, Manager, Spitzenvertreter von Verbänden und Politiker kamen vom 17. bis 19. Januar in Leipzig zusammen zu fachlicher und religiöser Fortbildung und konfessionsübergreifendem Austausch. Veranstalter war die evangelisch-freikirchliche Nachrichtenagentur idea. Neben interessanten und informativen Beiträgen namhafter Wirtschaftsexperten im Hauptplenum gab es sechs Fachplenen: Bildung/Forschung – Energie/Umwelt – Wirtschaft/Finanzen – Multireligiöse/-kulturelle Gesellschaft - Soziale Verantwortung/Medien. Neben der morgendlichen Bibelarbeit wurden in über 60 Seminaren Spezialthemen vertieft.

Am 30. Dezember ging einer der ersten Akteure der WiG von uns, Pino Quartana

Pino_QuartanaEr verließ uns am Morgen des Festsonntags der Heiligen Familie im Beisein seiner Frau Mariele und seines Sohnes Luca; im Februar wäre er 84 Jahre alt geworden. Nach dem Examen in Philosophie unterrichtete Pino Quartana viele Jahre am Gymnasium. Hier wollen wir besonders seiner entscheidenden Rolle in den ersten Entwicklungsjahren der WiG gedenken: Als Chiara Lubich im Mai 1991 in aller Welt die WiG-Explosion anstieß, war Pino Quartana mit seiner Frau Mariele und Prof. Tommaso Sorgi verantwortlich für die  Sektion Neue Gesellschaft der Fokolar-Bewegung, dem Bereich, in dem die WiG naturgemäß ihre ersten Schritte machte. Pino Quartana begleitete das Projekt ganz aus der Nähe und ermutigte und förderte es bei den ersten Gelegenheiten der Ausbreitung in aller Welt.

„Logia“, belgischer think tank zur Verbreitung der christlichen Sicht in der Öffentlichkeit, veranstaltete am 11. Dezember eine Tagung zu „Wirtschaft in Gemeinschaft, eine Antwort auf die Wirtschaftskrise in Europa?“

Von Elisabeth Simoen

120512_Bruxelles_Forum_10_LB_Van_Ackere_ridDie Wirtschaftskrise lässt mittlerweile niemanden mehr kalt, deshalb war es für „Logia“ wesentlich, ihren Mitgliedern eine Reflexionsmöglichkeit zu bieten über das, was die Menschen gesellschaftlich am meisten beschäftigt. Als Referenten geladen waren Luigino Bruni, Dozent für Volkswirtschaft an der römischen Universität LUMSA und am Universitätsinstitut Sophia von Loppiano/Florenz sowie Steven Vanackere, derzeit Vizepremier und Finanzminister der belgischen Staatsregierung. Beide Referenten stellten ihre persönliche Sicht auf die Wirtschaftskrise und die aktuellen Herausforderungen dar, und beide Beiträge waren von der Überzeugung geprägt, dass diese Krise – wie schon oft in der Menschheitsgeschichte – die Chance zum Überdenken und zur Rückkehr zum Wesentlichen bietet.

Ein neues Netzwerk für alternatives Wirtschaften entsteht in Österreich.

Von Gertrude Pühringer

121110_Vienna_Lab_01_ridAm Anfang stand der Wunsch zu einem weit gespannten Netzwerk: „Vienna Lab soll für Wien und auch darüber hinaus ein sichtbares Zeichen dafür sein, dass eine andere Wirtschaft möglich ist“, hieß es in der Einladung. 17 Personen versammelten sich daraufhin am Samstag, 10.11.2012 in Wien, im Seminarzentrum Am Spiegeln zum ersten, intensiven Gedankenaustausch, unter ihnen Jugendliche, ArbeitnehmerInnen, UnternehmerInnen, Manager, Hausfrauen. Sie kamen  aus der Schönstatt-Bewegung, der Fokolar-Bewegung, engagieren sich bei ATTAC Österreich oder anderen gesellschaftspolitischen und sozialen Organisationen und Initiativen. Sie trafen sich zu ‚Vienna Lab‘, um gemeinsam zu überlegen, wie sie sich für eine Gesellschaft einsetzen können, in der es durch gemeinschafts-orientiertes Wirtschaften keine Notleidenden mehr gibt (Grundidee von WiG), wo Wirtschaft, ein gutes Leben für alle ermöglicht (Leitgedanke von Gemeinwohl-Ökonomie), wo man sich am Arbeitsplatz so einbringt, dass es für alle Beteiligten ein wertschätzendes Miteinander sein kann (Leitgedanke von Schönstatt-Bewegung).

Porträt eines der kreativsten und kühnsten Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler des 20. Jahrhunderts

Von Luca Crivelli*

Veröffentlich in: Città Nuova am 13.12.2012

Albert_Hirschman_ridAm 11. Dezember starb in den USA mit 97 Jahren Albert Hirschmann, Professor an den Universitäten von Yale, Columbia, Harvard und Princeton. Als Berliner Jude 1933 nach der Machtergreifung Hitlers nach Frankreich geflohen, erwarb er 1943 die amerikanische Staatsangehörigkeit. Er leistete einen außerordentlich innovativen Beitrag für die wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Forschung und setzte sich immer wieder kritisch mit der Theorie des Mainstream auseinander.

Der 7. Dezember 1943 und die WiG: Tränen bringen rote Nelken zum Blühen

Von Luigino Bruni

Tre_garofani_rossiIn der Fokolar-Bewegung ist der 7. Dezember ein großes Fest, denn er gilt als das Gründungsdatum der Bewegung. Am 7. Dezember 1943 hat Chiara Lubich ihr Leben Gott geweiht, in einer einsamen Kirche von Trient. Der Bericht von jenem Tag ist subtil und bewegend und erwähnt eine „Träne auf dem Gebetbuch“. Sie fiel herab, als Chiara sich bewusst wurde, dass das Ja, das sie nun sagen würde, alle Brücken hinter ihr abbrach. Denn es war ein „Ja, für immer“. Dann wird von „drei roten Nelken“ berichtet, die Chiara kaufte und vor das Kreuz in ihrem Zimmer stellte. Drei rote Nelken standen auch an ihrem Grab und erinnerten symbolisch daran, dass jene Nelken und jene Träne ungemein fruchtbar wurden in der Treue zu jenem persönlichen „Ja, für immer“.

Eine außergewöhnliche Chance für ein Zeugnis der „Gemeinschaft“

Von Maja Calfova

121120_Slovacchia_TV_01_ridEine Stunde live die WiG im Fernsehen vorstellen: diese Chance bot sich am 20. November durch den slovakischen Sender TV Lux. Die haben wir gerne  wahrgenommen, und zwar waren wir zu sechst. Die Sendung bestand aus drei Teilen. Zunächst haben wir die WiG als weltweite Erscheinung präsentiert und klar gemacht, dass es um ein Projekt aus dem Leben geht, nicht vom grünen Tisch, und dass es auf Menschen aufbaut, die daran glauben und es im Leben umsetzen. Wenn es vor 20 Jahren noch keine WiG gab, ist es heute eine vitale Realität mit positiven Auswirkungen auf das persönliche Leben, auf die Ortsgemeinden und auf die Gesellschaft insgesamt: ein betriebliches, kulturelles, soziales Phänomen mit dem gemeinsamen Nenner „Gemeinschaft“. WiG als wirtschaftliches Erfolgsmodell, das mit anderen ein Ziel verfolgt: keine Armen mehr auf der Welt, sondern Aufbau von „Gemeinschaft“ mit allen Menschen als Basis jeglichen wirtschaftlichen und bürgerschaftlichen Handelns.

„Verbundenheit als Wirtschaftsmaxime“

Von Winfried Baetz-Braunias

121116_Ausburg_th_box_04_ridDer Bau erinnert tatsächlich an eine leicht geöffnete Box. „Thinking outside the box“ (deutsch: „Aus einer neuen Perspektive/quer denken“) ist die gut lesbare Philosophie, die sich nun zwei Augsburger WiG-Firmen auf ihr neues Bürogebäudes  „the box“ geschrieben haben.  Am 16. November 2012 hatten die beiden Unternehmen Elfgenpick (corporate design, Print-, Webgestaltung, Kampagnen) und  Contecta (Hausverwaltung) ihre Kunden, Lieferanten, Gewerbenachbarn und Freunde eingeladen, um mit ihnen den Bezug des umgebauten Objektes im repräsentativen Gewerbegebiet im Westen der Stadt Augsburg/Bayern zu feiern. Rund 150 Gäste kamen zur Einweihung mit Segnung, Festvortrag. Beim gemeinsamen Besichtigen und Feiern erfuhren sie von der besonderen Philosophie der Box.

Weitere Beiträge...

  1. 2013 - Jahr der Zivilökonomie
  2. Ein kleines Großprojekt
  3. Eintauchen in die WiG-Logik für „Nicht-Spezialisten“
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  5. WiG- Präsentation am 12. Juni in Cap D’Ail bei Monaco
  6. Jugendliche Protagonisten in Spanien
  7. Ziviltugenden kultivieren und die Beziehungen in Gegenseitigkeit: der Schlüssel zum Glück
  8. Eine „Explosion von Gemeinschaft“
  9. Nairobi: Ubuntu und die Ursprünge der WiG
  10. WiG – „Zusammen fischen gehen“
  11. Nordamerikanische WiG Konferenz: Neuentdeckung einer Berufung
  12. “Solidarisch wirtschaften” - Erste Präsentation der WiG in Nordwestdeutschland
  13. USA – New Jersey: Religionen vereint gegen Armut
  14. Ein Same der WiG auch in Australien
  15. In Spanien: ein Schritt voran für die WiG
  16. Eine Ökonomie für Europa – Sache des Gebens
  17. Bretagne: Eine intensive Gemeinschaftserfahrung im Sozialdorf St. Joseph
  18. Belgien – Brüssel, 12. Mai 2012
  19. Thailand: WiG bei der internationalen Konferenz zur Wirtschaft des „Genug“
  20. Frankreich: Wochenendschulung in Wirtschaft in Gemeinschaft
  21. In Avola ist ein "Gut" entstanden das es zu beschützen und zu behüten gilt.
  22. New York: Gelungene Zusatzveranstaltung der UNO mit der WiG
  23. Von -15 bis +35: WiG allerorten…
  24. USA - New York City, 03/02/2012
  25. Bei der Arbeit ist das Schenken überall präsent, es wird nur übersehen.
  26. Lebhaftes WiG-Interesse des lokalen Eine-Welt-Forums in Münster
  27. Ernest Kablan, Wegbereiter der WiG in Afrika
  28. Occupy Wall Street: Ein ernst zu nehmender Aufschrei
  29. Ob jung oder erfahren: Gemeinsam unternehmerisch
  30. Prof. Bruni an der St.-Thomas-Universität Manila: WiG als "Hoffnungszeichen“

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Führungslinien für Betriebe der WiG

Binari_rid_modDie Wirtschaft in Gemeinschaft  (WiG) empfiehlt den Betrieben, die sich ihre Ziele und Wirtschaftskultur zu Eigen machen, die folgenden „Führungslinien eines Betriebes“. Sie entstanden aus dem Leben, aus Freud und Leid vieler Tausend Unternehmer und Mitarbeiter weltweit...
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Der WiG-Ausweis

logo_edc_benvDie „Wirtschaft in Gemeinschaft“ (WiG) ist eine Bewegung von Unternehmern, Betrieben, Vereinen, Wirtschaftsinstitutionen, aber auch von Arbeitnehmern, Führungskräften, Verbrauchern, Anlegern, Wissenschaftlern und in der Wirtschaft tätigen Personen, von Bedürftigen, Bürgern und Familien. Sie wurde von Chiara Lubich im Mai 1991 in Sao Paulo in Brasilien ins Leben gerufen
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