Special zu Brasilien

Die zwanzig Jahre WiG in Brasilien waren ein wichtiges Jubiläum, weniger um die Bilanz des Vergangenen zu ziehen, sondern um auf die Zukunft der kommenden 20 Jahre zu blicken, 2011 bis 2031. Auf dieser Seite möchten wir zwei wichtige Veranstaltungen zu diesem Anlass präsentieren: Die internazionale WiG-Versammlung „Heutige Protagonisten einer neuen Wirtschaftsweise“ vom 25-25.-28. Mai 2011 in der Mariapoli-Siedlung Ginetta (Vargem Grande Paulista) und von der Abschlussveranstaltung am 29. Mai 2011 im Memorial-Saal Lateinamerikas (San Paolo) - “Eine Profezeihung wird Geschichte – 20 Jahre WiG”.
Alle verfügbaren Inhalte finden sich hier: Umfragen, Vortragstexte, Videos, Presseartikel
von Luigino Bruni
Wir sind nach Sao Paulo zurückgekehrt, an den Ort der Initialzündung der Inspiration Chiaras, um uns hier innerlich neu zu orientieren. In der Geschichte der Völker, im Besonderen in der Geschichte des Wirkens des Geistes, sind die Orte von Bedeutung, kommt der Geografie das gleiche Gewicht zu wie der Geschichte. Wer beispielsweise das Charisma des Franziskus in seiner Tiefe verstehen möchte, der muss früher oder später nach Assisi gehen; wer Martin Luther King begegnen und ihn verstehen will, der muss unter die Afroamerikaner gehen. Das gilt ebenso für die WiG; wer sie kennenlernen und verstehen möchte, muss früher oder später in seinem Leben nach Sao Paulo kommen. Hier entstand vor 20 Jahren aus dem Blick einer Frau auf diese Stadt die WiG; heute ist sie ein Netzwerk, das immer mehr die gesamte Welt umspannt.
Von Alberto Ferrucci
Als Chiara 1991 kurz vor der Landung in Sao Paulo aus dem Flugzeug die vielen Favelas rings um die Wolkenkratzer sah, bat sie Gott - sicher, dass er ihr Gebet erhören würde - einen dritten Weg zu zeigen, der auf den Trümmern des Marxismus und den Ungerechtigkeiten des gegenwärtigen zügellosen Kapitalismus eine nachhaltige Zukunft für die Menschheit im 3. Jahrtausend ermöglichen könnte.
von Paolo Lòriga
erschienen in cittanuova.it am 31/05/2011

17 Jugendliche aus verschiedenen Erdteilen lasen die Botschaft vor, die sie erarbeitet hatten: - “Von Brasilien in die ganze Welt” – Darin hieß es u.a.: „Wir wünschen uns, dass die Wirtschaft im Jahr 2031 eine Wirtschaft in Gemeinschaft ist, für uns und für alle“. Daran glauben sie, das wagen sie zu hoffen, auf Grund des Weges, den sie bisher gegangen sind.
Von Lorna Gold, Trócaire, Ireland
Vor kurzem war ich auf einer Konferenz in Dublin und es ging um die Auswirkungen des Klimawandels. Eine Frau von einer Insel im Pazifik berichtete klar und deutlich wie der Klimawandel ihre Gemeinschaft verändert hat.
Wegen des erhöhten Seespiegels ist eine ihrer Insel schon in 2 Hälften getrennt worden und die Gemeinde war gezwungen auf eine größere Insel umzuziehen um dem Meer zu entrinnen. Keiner will weg von seinem zu Hause und keiner versteht was vor sich geht und was mit ihren Inseln passiert. Man schätzt, dass es in etwa 10 Jahren diese Inseln nicht mehr geben wird.
Von Paolo Lòriga
veröffentlicht in Neue Stadt am 22/10/2011
Bei der internationalen Tagung zum 20-jährigen Bestehen der „Wirtschaft in Gemeinschaft” (WiG) 1) Ende Mai in Brasilien referierte auch Genevieve Sanze, Wirtschaftsprofessorin aus . Die Gedanken der zentralafrikanischen Wirtschaftsdozentin zu Armut und Entwicklung stellen vorhandene Konzepte in Frage und eröffnen neue Perspektiven für die Beziehung zwischen Ländern und Völkern.
Le site officiel de l'ÉdeC est en ligne:
economie-de-communion.fr
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