Best practices

Von der Coca Cola zum Unternehmer der “Wirtschaft in Gemeinschaft"

 Die mutige Entscheidung eines spanischen Unternehmers, der – fasziniert von den Werten der Wirtschaft in Gemeinschaft – einen gut bezahlten Job bei einem multinationalen Unternehmen verlässt, um einen eigenen Betrieb zu gründen.

Von Cristina Sánchez Aguilar

Veröffentlicht in Alfa y Omega online

Josep Maria Amoros ridDer reine Gewinn ist nicht immer das einzige Ziel eines Unternehmers. Es gibt Leute wie den spanischen Unternehmer José Maria Amorós, der in seiner Betriebsführung den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Das Projekt „Wirtschaft in Gemeinschaft“ der Fokolar-Bewegung könnte zunächst utopisch erscheinen, aber die 840 Unternehmen in aller Welt beweisen das Gegenteil.

Der Mann, von dem, hier die Rede ist, hat vor zwei Jahren seine Stellung als Konsulent von Coca Cola aufgegeben, um Drynuts aufzukaufen, einen Betrieb, der auf nationaler und internationaler Ebene Trockenfrüchte vertreibt. Seine Erklärung dazu: „Ich wollte meinen Überzeugungen treu bleiben und mich nicht damit begnügen, eine gute Arbeit zu haben.“

Der Unternehmer, der in Madrid an der 10. internationalen Sommerschule der  „Wirtschaft in Gemeinschaft“ teilgenommen hatte, war genau 14 Jahre alt, als Chiara Lubich 1991 in Brasilien dieses Projekt angestoßen hat. José Maria war sofort davon begeistert. Nach dem Abitur studierte er Wirtschaft und arbeitete nach seinem Universitätsabschluss in einem Betrieb der „Wirtschaft in Gemeinschaft“. Gleichzeitig war er als Berater in verschiedenen internationalen Unternehmen tätig.

Doch er wollte mehr als „für andere zu arbeiten und ein gutes Gehalt einzustreichen“. Josep Maria Amoros colleghiSo hat er vor zwei Jahren die kleine Firma Drynuts aufgekauft, um einen eigenen Betrieb nach den Werten der „Wirtschaft in Gemeinschaft“ zu führen. „Zunächst musste ich auf viele Dinge verzichten, aber das bedeutet nicht etwa einen ’caritativen’ Lebensstil. Wir sind eine Firma, die Gewinn macht. An diesem Gewinn werden die Arbeiter entsprechend ihrer Tätigkeit beteiligt, das ist eine Frage der Gerechtigkeit.“ Es gibt viele Unterschiede zwischen normalen Betrieben und Betrieben der „Wirtschaft in Gemeinschaft“. Einer davon ist der Umgang mit dem Gewinn. „Wir teilen ihn in drei Teile auf“, erklärt der spanische Unternehmer, „für die Weiterentwicklung des Betriebes, für die Ausbildung junger Menschen zu einer ’Kultur des Gebens’, für die Armen.“ Ein anderes Kennzeichen sei – so José Maria Amorós – „der Aufbau von menschlichen Beziehungen zu Mitarbeitern und Kunden, die auf dem Prinzip des Schenkens und der Gegenseitigkeit beruhen“.

Das seien Grundbedingungen, um ein Unternehmer zu sein, der seinen Betrieb nach der Soziallehre der katholischen Kirche aufbaut. Eine weitere Säule in diesem „Wirtschaftsgebäude“ sei es, „sich auf Gott zu verlassen. Gott macht mit, er ist der heimliche  Teilhaber der Firma, er greift immer wieder ein, wenn wir mit unserer Weisheit am Ende sind.“

Auch die Zusammenarbeit innerhalb der Firma ist von den Werten der „Wirtschaft in Gemeinschaft“ geprägt. „Jeder Arbeiter, jeder Angestellte hat seinen Platz, aber er hat auch genügend Spielraum für eigene Kreativität, für seinen ganz persönlichen Beitrag zum Unternehmen. Diese Logik des Schenkens bereichert die Firma.“ Ein weiteres Merkmal ist nach José Maria „die Einstellung, nicht darüber nachzusinnen, wie ich den anderen ausnützen kann, sondern mich um aufrichtige Beziehungen zu Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten zu bemühen, die über  eine rein dienstliche oder unternehmerische Verbindung hinausgehen“.

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