Der italienische Unternehmerverband für eine Wirtschaft in Gemeinschaft (AIPEC) verbindet alle Unternehmer, die sich an der Wirtschaft in Gemeinschaft ausrichten. Livio Berzola, der derzeitige Verbandsvorsitzende, zum Thema einer Wirtschat „für“.

Veröffentlicht in Focolare.org am 20/05/2016

Livio Bertola 01Am Höhepunkt der Wirtschaftskrise in Italien, gründete eine Unternehmergruppe den Verband (Associazione Italiana Imprenditori per un’Economia di Comunione - AIPEC) aus dem Wunsch heraus, etwas zu unternehmen und auf die Krise zu reagieren. Zunächst untersuchte man, ob und welche Grenzen vom Gesetzgeber der Zusammenarbeit von Unternehmen gesetzt sind.

Dann wurde im Herbst dieses Jahres der Verband gegründet, außer dem Statut wurde auch der ethische Kodex approbiert. Von Anfang an erwies sich AIPEC als Weg, um die Wirtschaft in Gemeinschaft zu verbreiten. 

Livio Bertola beschreibt die Ziele des Verbandes und seinen bisherigen kurzen Werdegang:
Die grundsätzlichen Werte von AIPEC inspirieren sich an einer „Kultur des Gebens“. Darum geht es jedem Teilhaber nicht so sehr um sich selbst, sondern darum, zu verstehen, was er für die anderen tun kann.

Worum geht es AIPEC grundsätzlich und an wen wendet sich der Verband?

Wir wenden uns an Unternehmer, Freiberufler, Genossenschaften und ganz generell an Menschen, denen eine Wirtschaft am Herzen liegt, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt: Angestellte, Studenten, N42 Pag 14 Aipec 01 ridHausfrauen, Rentner, Arbeitslose usw. Ziel der AIPEC ist es, die Werte der Wirtschaft in Gemeinschaft zu fördern und zu verbreiten. Das versuchen wir auf verschiedenen Wegen: wir veranstalten auf nationaler Ebene Begegnungen von Menschen, die ihre Arbeit auf bestmögliche Weise tun wollen; wir organisieren einerseits Seminare zum Thema Zivilwirtschaft, die sich besonders an die jungen Leute richten. Andererseits unterstützen wir die Arbeit der Unternehmer und fördern Synergien unter ihnen.

Ihr inspiriert euch an der Wirtschaft in Gemeinschaft. Diese zwei Begriffe scheinen im Widerspruch zueinander zu stehen…

«Das ist richtig. Ein Unternehmer, der sich der Wirtschaft in Gemeinschaft anschließt, trifft eine Entscheidung gegen den Strom der Mehrheit. Wir wollten bewusst in den Namen des Verbandes die Präposition “für” aufnehmen, aus zwei Gründen: vor allem spüren wir, dass wir auf einem Weg sind, der erst zur vollen Gemeinschaft führen wird, niemand von uns glaubt, bereits am Ziel angekommen zu sein. Und außerdem wollen wir damit unterstreichen, dass die Wirtschaft in Gemeinschaft für die Armen entstanden ist. Ein Teil des Gewinns wird mit ihnen geteilt, wobei jeder Unternehmer für sich entscheidet, welchen Betrag er hier abgeben will. Dabei wollen wir Unternehmer uns gegenseitig helfen und wirklich zusammen arbeiten: wir hören einander zu, unterstützen uns, teilen Ideen, Talente und Probleme miteinander. 160503 04 Loppiano Alternanza scuola Lavoro 01 ridWichtig ist für uns alle, uns jeweils dem anderen zuzuwenden, wer er auch ist: Angestellter, Kunde, Zulieferer oder auch Konkurrent. In dieser Zeit der Wirtschaftskrise bemühen wir uns vor allem die Unternehmer oder Arbeiter im Blick zu behalten, die am meisten unter dem wirtschaftlichen und sozialen Engpass in Italien leiden.

Wie kann man bei eurem Verband mitmachen oder ihn unterstützen?

«Unternehmer und Freiberufler können sich unserem Netzwerk anschließen als normale Gesellschafter. Aber auch andere sog. Privatpersonen, die an den Werten der Wirtschaft in Gemeinschaft interessiert sind, können sich als Gesellschafter im weiteren Kreis anschließen. Man kann bei AIPEC auch mitmachen, wenn man unsere Website besucht, auf denen viele Informationen und Initiativen vorgeschlagen werden. Durch diese Mitarbeit kann man aktiv an den Projekten teilnehmen oder zusammen mit uns neue Projekte entwickeln.“

Was habt ihr demnächst vor?

«Wir haben uns ein ehrgeiziges Ziel vorgenommen: In den nächsten drei Jahren wollen wir die bisher 200 Gesellschafter auf 6.000 erhöhen! Aber inzwischen ist die Mitarbeit und die Unterstützung derer notwendig, die um die Wirtschaft in Gemeinschaft wissen, ihre Zeit und ihre Energien einsetzen wollen, damit die „Kultur des Gebens“ in Italien und in der Welt wachsen kann.“

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